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Curriculum Vitae Eva Meisenzahl

Univ.-Prof. Dr. Eva Meisenzahl

Foto: Eva Meisenzahl
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Die Ärztliche Direktorin des LVR-Klinikums Düsseldorf Frau Prof. Dr. Eva Meisenzahl

Werdegang

Prof. Dr. Eva Meisenzahl (geb. 1962 in Mainz) studierte Medizin in Triest (Italien) und Berlin. Nach dem Studium begann sie ihre Facharztausbildung mit dem neurologischen Facharztjahr im Theodor-Wenzel-Werk Berlin, um dann an die Charité Berlin in die Abteilung für Neuroradiologie sowie im Anschluss an die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité zu wechseln.

Im Jahr 1996 ging sie an die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Dort baute Prof. Meisenzahl eine umfangreiche Forschungsgruppe im Bereich Bildgebende Verfahren auf.

2004 habilitierte sie sich über strukturelle magnetresonanztomopgraphische Befunde in der Schizophrenie. Parallel absolvierte Eva Meisenzahl-Lechner ihre Ausbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

2003 wurde sie Klinische Oberärztin, später geschäftsführende Personaloberärztin.

Von 2006 bis 2013 verantwortete sie die gesamte Lehrorganisation des Medizinischen Curriculums München (MeCuM) ihres Fachgebietes.

Prof. Meisenzahl leitete über mehrere Jahre das interdisziplinäre Alzheimer-Gedächtniszentrum der LMU, die Poliklinik und Psychiatrische Institutsambulanz der psychiatrischen Universitätsklinik und gründete das interdisziplinäre Zentrum für Prävention psychischer Störungen CEP, das sie bis zum ihrem Wechsel nach Düsseldorf 2016 führte. Über 15 Jahre hinweg bot sie zusätzlich eine eigene Spezialsprechstunde für psychiatrische Störungen in Schwangerschaft und Stillzeit an der LMU an.

2010 wurde Sie auf eine ordentliche Universitätsprofessur an der Psychiatrischen Klinik der Maximilians-Universität München berufen.

2015 erhielt die Psychiaterin drei Rufe auf W3-Ordinariate für Psychiatrie und Psychotherapie, unter anderem den Ruf auf den Lehrstuhl für Psychiatrie der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU).

Am 22. September 2016, wurde Prof. Dr. Eva Meisenzahl von Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zur Professorin für Psychiatrie und Psychotherapie ernannt.

Seit dem 1. Oktober 2016 führt Prof. Dr. Eva Meisenzahl als Ärztliche Direktorin das LVR-Klinikum Düsseldorf − Klinken der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.

Forschungsschwerpunkte

Psychiatrische Diagnosen sowie therapeutische Erfolge werden bisher weitgehend aus der deskriptiven Beschreibung von Symptomen gestellt. Häufig werden diese Symptome nicht richtig eingeordnet. Deswegen verzögert sich sowohl die Diagnosestellung als auch die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen zum Teil erheblich. Ausgehend von dieser Erkenntnis ist es das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit von Eva Meisenzahl-Lechner, sowohl aus biologischen (wie Bildgebung, Neuropsychologie, Genetik) als auch sozialen Informationen und Merkmalen zukünftig frühzeitig „Muster“ im Sinne objektiver Diagnostika zu entwickeln. Diese computergestützten Muster sollen Fachleuten und Menschen helfen, drohende psychiatrische Erkrankungen frühzeitig besser zu erkennen.

An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wird daher ein neues Zentrum ihres FP7 geförderten EU-Projektes PRONIA („Personalised prognostic tool for early psychosis management“) etabliert, welches die innovative Methodik maschineller Lernverfahren für die Früherkennung von Psychosen erstmalig etabliert und anwendet.

Prof. Dr. Eva Meisenzahl wird sich mit ihrem Team der Früherkennung, der Prävention sowie frühen Therapien eines breiten Spektrums psychiatrischer Störungen ab dem Adoleszenzalter widmen. Gleichzeitig befasst sie sich mit der verbesserten Zuführung von Menschen an psychiatrische Versorgungsstrukturen mittels E-Health und Telemedizin.

Sie ist Mitglied der Task Force Telemedizin der Fachgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Auszeichnungen und Publikationen (Auswahl)

  • 2001-2003 HWP Stipendiatin der Ludwig-Maximilians Universität München
  • 2002 Trägerin des nationalen Bernhard-Von-Gudden Preises,
  • 2008 Preisträgerin des nationalen Hormosan-Forschungspreis
  • 2011 Preisträgerin des Europäischer BMS Prevent-Preis der Association of European Psychiatry (EPA).
  • 2011 Ernennung zum Senior Research Fellow of the Bedfordshire Center for Mental Health Research der University of Cambridge.

Eva Meisenzahl ist Autorin von über 120 Publikationen in internationalen Zeitschriften, darunter Mitautorin von 15 Fachbüchern. Sie ist zudem Reviewerin vieler nationaler wie internationaler Fachzeitschriften.

Mitgliedschaften

Prof. Eva Meisenzahl ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), 2015-2017 Mitglied der Task Force Telemedizin, Mitglied des Referates Früherkennung psychiatrischer Erkrankungen der DGPPN. In der European Psychiatric Association (EPA) ist sie Mitglied. Mitglied in der Fachgesellschaft European Scientific Association on Schizophrenia and other Psychoses (ESAS).

Vorsitze, Vorstandtätigkeiten und Sektionstätigkeiten

  • Vizepräsidentin der europäischen Fachgesellschaft European Scientific Association on Schizophrenia and other Psychoses (ESAS).
  • Member der Section Neuroimaging des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP)
  • Member Section Neuroimaging der World Psychiatric Association (WPA) Vorstandsvorsitzende des „Bündnis gegen Depression Düsseldorf“ Vorstandsvorsitzende des Vereins Elan e.V.
  • Vorstandsvorsitzende der Nervenärztlichen Gesellschaft e.V.
  • Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP e.V.)
  • Mitglied Verein der Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie und Psychotherapie e.V. in Deutschland (LIPPS).

Zeitschriften

Ass.Editor im “International Journal of Psychiatry in Clinical Practice”