Station 26 D1
Die Station 26 D1 ist eine allgemeinpsychiatrische Akutstation mit offener Tür. Sie verfügt über 21 offene Behandlungsplätze sowie 2 fakultativ geschlossene Behandlungsplätze. Durch das offene Konzept soll das Stationsmilieu positiv beeinflusst sowie die Würde, Individualität, Selbstverantwortung und die Rechte der Patient*innen gestärkt werden. Das Behandlungsangebot richtet sich an Patient*innen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Besonders geeignet ist das Therapiekonzept für Patient*innen mit psychotischen Erkrankungen, darunter Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, schizoaffektive Störungen und bipolare Störungen. Zudem kann es zur Stabilisierung von Patient*innen mit affektiven Störungen in akuten Krisensituationen, wie beispielsweise bei Suizidalität, eingesetzt werden.
Studien zeigen, dass eine offene Stationstür sowohl für das multiprofessionelle Behandlungsteam als auch für die Patient*innen positive Auswirkungen haben kann. Das Behandlungskonzept der Station 26 D1 basiert auf den Safewards-Interventionen, dem Bezugspflegekonzept, Elementen des Weddinger Modells sowie der Behandlungskontinuität.
Die Behandlung richtet sich nach einem individuell abgestimmten Therapieplan, der eine evidenzbasierte medikamentöse Therapie auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie kognitive Verhaltenstherapie mit einem integrativen Ansatz kombiniert, der Elemente verschiedener psychotherapeutischer Methoden vereint. Bei schweren Krankheitsverläufen oder mangelndem Ansprechen auf herkömmliche Therapien kann nach sorgfältiger Vorbereitung und strenger Indikationsprüfung eine Behandlung mit Hirnstimulationsverfahren (repetitive transkranielle Magnetstimulation, rTMS, oder Elektrokonvulsionstherapie, EKT) in Betracht gezogen werden. Alle therapeutischen Entscheidungen erfolgen transparent und unter aktiver Einbindung der Patient*innen sowie ihrer Bezugspersonen im Rahmen eines trialogischen Behandlungskonzeptes (Patient - Bezugspersonen - Behandlungsteam).
Eine weitere Besonderheit der Station 26 D1 Station stellt die enge Zusammenarbeit mit dem Team der Stationsäquivalenten Behandlung (StäB). Unsere Station ist der erste Ansprechpartner der StäB- Patient*innen außerhalb der StäB-Regelarbeitszeit und bietet die Möglichkeit einer vorübergehenden vollstationären Krisenintervention, falls erforderlich.
Bei uns stehen ein respektvoller und wertschätzender Umgang sowie die aktive Einbindung in den Behandlungsplan im Mittelpunkt. Unsere Therapie basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und wird individuell auf die Bedürfnisse unserer Patient*innen abgestimmt. Die medizinische Betreuung erfolgt durch unsere Stationsärzt*innen unter oberärztlicher Supervision, während erfahrene psychologische Psychotherapeut*innen die therapeutische Begleitung übernehmen. Ergänzend dazu bieten wir spezialisierte Fachtherapien wie Kreativtherapie (Ergo-, Kunst-, Musik- und Tanztherapie) sowie Bewegungstherapie an. Zudem unterstützen Psychoedukationsgruppen (z. B. Psychoedukation bei Psychosen) den Genesungsprozess. Eine individuell zugewiesene pflegerische Ansprechperson sorgt im Rahmen der Bezugspflege für zusätzliche Unterstützung. Sozialen Problemlagen wird im Rahmen des individuellen Behandlungsplanes unter Hinzuziehung des Sozialdienstes begegnet. Des Weiteren werden unsere Patient*innen in ihrer Therapie durch unseren EX-IN-Genesungsbegleiter*innen (Menschen die selbst eine psychische Erkrankung hatten oder haben und vor diesem Hintergrund unsere Patient*innen in ihrer Genesung begleiten) unterstützt.